Sprossen, Puffer und ein Küchenexperiment

Aus Tierschutzgründen möchte ich kaum Fleisch essen und ersetze so oft wie möglich tierisches Eiweiss in einer Mahlzeit lecker durch pflanzliches Eiweiss. Besonders viel pflanzliches Eiweiss enthalten getrocknete Soja- und Süsslupinensamen, aber auch Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte. Und man kann sie gut zuhause lagern…

Um Hülsenfrüchte bekömmlicher zu machen, weiche ich sie über Nacht ein oder züchte 2-3 Tage Sprossen aus den Samen. Durch den Keimvorgang werden sie für uns leichter verdaulich.

Heute zeige ich euch ein kleines Küchenexperiment mit Lupinen- und Kichererbsensprossen, aus denen ich so einfach wie möglich leckere Puffer braten möchte.

 

Vorbereitungen, Sprossenzucht:

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Man nehme je 50 g Süsslupinensamen und 50 g getrocknete Kichererbsen (siehe Foto oben, hier sind es allerdings 2x 100 g). Ich weiche sie immer in 2-3x soviel abgekochtem und abgekühltem Leitungswasser über Nacht ein. Das sieht dann so aus:

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In den nächsten Tagen wasche ich ich die Keimlinge morgens und abends vorsichtig mit zimmertemperaturwarmem, abgekochtem Wasser. Es dürfen sich in diesem Zeitraum keine Bakterien, Pilze oder Fliegen darüber hermachen…

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Nach zwei oder drei Tagen und einer letzten Waschung zerkleinere ich die Sprossen mechanisch:

 

Aus der Hälfte der Menge – es waren je 100 g Samen von beiden Sorten – mache ich das Pufferexperiment mit diesen Zutaten:

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Trotz der enthaltenen Stärke ist eigentlich klar, dass diese Masse nicht pufferfest wird oder doch? Zum Vergleich mache ich ab jetzt einen parallelen Ansatz mit einem Ei.

Ich kaufe nach Möglichkeit Bio-Produkte, damit wir möglichst wenig Pestizideinsatz und Tierleid fördern und statt dessen lieber Artenvielfalt und Insekten, denn die Biobauern tun etwas dafür…

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Zu den beiden Ansätzen gebe ich einen TL Haferflocken und etwas Gewürz und zum rein pflanzlichen Ansatz (grüne Schale links) etwas Hafercreme und zur besseren Unterscheidung gekeimte Leinsamensprossen, die gerade vorhanden sind. Zum vegetarischen Ansatz (gelbe Schale rechts) gebe ich ein Ei.

Alles verrühren und braten:

 

Pflanzliche Puffer:

Das sind die rein pflanzlichen Puffer. Lecker goldbraun und wie erwartet leidlich fest, aber super knusprig. Lecker!

 

Puffer mit Ei:

Beim mischen und braten sehe ich zunächst keinen Unterschied. Dafür merke ich beim Wenden der Puffer und beim auf den Teller legen, wie fest sie durch das Ei geworden sind.

 

Das Foto unten zeigt beide Puffervarianten nebeneinander. Links der Puffer mit Ei, recht der rein pflanzliche mit den Leinsamen…

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Fazit: Wenn ich feste Puffer haben möchte brauche ich noch mehr Bindung im veganen Ansatz.

 

Gegessen haben wir die Puffer dann so:

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… die rein pflanzlichen zerbröselt mit Kürbis und Möhren…

 

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und die vegetarischen mit Ei mit frischem gedämpftem Spargel, Kartoffeln und einem Sauce Hollandaise-Joghurtgemisch.

Fein wars und ich hoffe es hat euch gefallen und ihr experimentiert vielleicht auch mal in der Küche :)

Habt es fein und liebe Grüsse,

Jutta

4 Gedanken zu “Sprossen, Puffer und ein Küchenexperiment

  1. Liebe Jutta,

    Deine Sprossenpuffer würde ich wirklich gerne ausprobieren, denn Du empfiehlst sie doch insbesondere als pflanzliche Proteinquelle, die noch dazu gut bekömmlich ist.
    Ich gestehe aber, dass die Sprossenzucht für meine Lebensumstände vermutlich zu aufwändig ist. Auf jeden Fall müsste ich mir dazu erst einmal die nötige Ausrüstung anschaffen. Ich sehe z. B. dass Du besondere Gläser zur Anzucht verwendest ….
    Die endgültigen Gerichte sind beide einfallsreich und sicher sehr schmackhaft. Saisonbedingt sticht natürlich der Spargel hervor. Das Gemüse sieht köstlich aus, die leichte Hollandaise mit Yoghourt und Kräutern macht ein gutes Gewissen und die Puffer sind eine besondere Kreation dazu. Bis auf die letzte Zutat könnte man das Gericht ja „klassisch“ nennen. Auch ganz fein!

    Jetzt senden wir liebe Schnurrer und -grüße. Leider kränkelt das Kammerkätzchen ein wenig mit Leibweh, und ich hoffe, dass es nicht schlimmer wird ….,

    Kristina und Rani

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    • Liebe Kristina,

      nimm doch Lupinenflocken, Haferflocken, Zwiebeln, Gewürz und zwei Eier für die Puffer. Die Flocken brauchen ja Flüssigkeit zum Aufsaugen, darum eine halbe Stunde im Kühlschrank alles zusammen „quellen“ lassen. Das probiere ich als Arbeitsersparnis auch mal aus. Mir sind die Sprossen zu bissfest im Puffer, vielleicht gebe ich zum Flockenbratling noch etwas knackiges, wie geraspelte Möhren…

      Zum Sprossen züchten kannst Du auch jedes Glas, ein Gummiband und ein Netz, wie zum Beispiel um Knoblauch herum verwenden. Es muss nur engmaschiger sein, als das Keimgut. Ich würde es aber nur machen, wenn Du viel Zeit hast. Lupinenflocken sind auch gut…

      Gute Besserung für Rani. Wir drücken die Daumen, dass es ihr bald wieder gut geht. Steve sendet heilsame Brummtöne (good vibrations)…

      Liebe Grüsse,

      Jutta und Steve

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