DIY: Minestrone aus der Sonnenküche

20200612_123934_red_E589

Mit dem Gemüse der aktuellen Biokiste wollte ich mit der Kraft der Sonne eine Minestrone kochen. Was gehört denn alles in eine Minestrone?

Da habe ich gleich mal nachgeschaut und bei „Essen und Trinken“ (https://www.essen-und-trinken.de/minestrone) diese Beschreibung gefunden: „Die Minestrone gehört zu den Primi Piatti, den Vorspeisen der klassischen italienischen Küche. Die Suppe enthält Gemüse, Kräuter, Butter und Speck sowie Nudeln, Reis oder Hülsenfrüchte nach Belieben. Zum Schluss kommen Olivenöl und Parmesan darüber.

Und hier sind meine Zutaten:

20200612_094850_red_E589

Zuerst habe ich das Gemüse gewaschen, zerkleinert und in einem halben Liter Wasser mit etwas Gemüsebrühepulver angesetzt und nach draussen in meinen mobilen Sonnenofen gestellt.

Hier seht ihr es Schritt für Schritt:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Essen braucht ca. 50 Minuten bis es anfängt zu kochen. Die Kochzeit ist dann ca. doppelt solange wie auf dem Gas- oder elektrischen Herd, weil die erreichte Temperatur niedrig bleibt. Dafür ist es ein schonendes Garen bei niedrigen Temperaturen.

Als nächstes habe ich die weissen Bohnen in Tomatensauce und die Gerstengraupen zum Kochen vorbereitet. Wisst ihr übrigens, dass Gerste und Bohnen die Kost der Gladiatoren in Rom war? Das wollte ich auch mal ausprobieren. Weisse Bohnen gehören ja durchaus in eine Minestrone, wie ich bei „Essen und Trinken“ gelesen habe.

Und hier seht ihr meine Gladiatorenkost – in pikant gewürzter und passierter Tomatensauce gegart:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Zusammen haben die beiden Töpfe gut 2 Stunden in der Sonne gestanden, denn zwischendurch war es auch mal bewölkt und da sank die Temperatur in der Plastikhaube.

Als ich dann die Töpfe geöffnet habe sah das Kochgut so aus… Es war gar, das Gemüse noch bissfest.

Und so habe ich es dekoriert und serviert:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Von den tomatigen Gerstengraupen mit weissen Bohnen, Chilli, Cayennepfeffer und getrockneten Tomaten und etwas Parmesankäse waren wir sehr angenehm überrascht. Das war so geschmackvoll und pikant. Und dann noch in der Sonneküche gegart – ein echtes Erlebnis für uns.

Nur der kleine Kater Steve war leider nicht dabei. Er war auf Achse und Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte isst er ja wohl nicht, oder doch?

Habt es fein,

Jutta und Steve

20200613_141748_resized

Kokos-Dattel-Möhren-Curry mit Linsen, Risottoreis und Sesam-Räuchertofu

20200314_135858_red_brkor_E589

Eines meiner neuen Lieblingsessen aus der aktuellen Biokiste ist dieses würzige Curry nach einem Rezept von Edeka für „Linsencurry mit Tofu„.

Hier sind meine Zutaten, die ihr gern durch eure Vorräte ersetzen könnt:

20200314_132105_red_brkor_E589

Und so sah das Procedere aus:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Entzündungshemmend sind zum Beispiel: Möhren, Rapskernöl, Ingwer, Zwiebel, Knoblauch, Cayennepfeffer, Curry, Kurkuma, Zimt.

Den Eiweissbedarf decke ich mit den Linsen und dem Räuchertofu.

 

Geschmack: Der Räuchertofu schmeckt sesam-knackig und fast ein bisschen nach Würstchen. Dazu die Süsse von Dattel, Möhren, Zimt und Curry… mhm, so lecker. Weiter geht es mit einer fruchtigen Schärfe von Ingwer, Cayennepfeffer und Kurkuma. Und so lecker der Kokosnussgeschmack… Es schmeckt so exotisch, orientalisch. Sprossen, Linsen und Reis schmecken knackig.

Diese Geschmacksvielfalt ist einfach wunderbar! Und es ist alles so cremig wie ein Risotto. Ganz mein Geschmack :)

20200314_141557_red_brkor_E589

Vielleicht ist das auch etwas für euch. Und dem Coronavirus Sars-Cov-2 macht es bestimmt das Überleben im Mund schwer!

Viele Grüsse und bleibt bitte gesund.

20200311_173706_red_brkor_FSKattt

 

Sprossen, Puffer und ein Küchenexperiment

Aus Tierschutzgründen möchte ich kaum Fleisch essen und ersetze so oft wie möglich tierisches Eiweiss in einer Mahlzeit lecker durch pflanzliches Eiweiss. Besonders viel pflanzliches Eiweiss enthalten getrocknete Soja- und Süsslupinensamen, aber auch Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte. Und man kann sie gut zuhause lagern…

Um Hülsenfrüchte bekömmlicher zu machen, weiche ich sie über Nacht ein oder züchte 2-3 Tage Sprossen aus den Samen. Durch den Keimvorgang werden sie für uns leichter verdaulich.

Heute zeige ich euch ein kleines Küchenexperiment mit Lupinen- und Kichererbsensprossen, aus denen ich so einfach wie möglich leckere Puffer braten möchte.

 

Vorbereitungen, Sprossenzucht:

20190429_152339_red_E589

Man nehme je 50 g Süsslupinensamen und 50 g getrocknete Kichererbsen (siehe Foto oben, hier sind es allerdings 2x 100 g). Ich weiche sie immer in 2-3x soviel abgekochtem und abgekühltem Leitungswasser über Nacht ein. Das sieht dann so aus:

20190430_084241_red_E589

In den nächsten Tagen wasche ich ich die Keimlinge morgens und abends vorsichtig mit zimmertemperaturwarmem, abgekochtem Wasser. Es dürfen sich in diesem Zeitraum keine Bakterien, Pilze oder Fliegen darüber hermachen…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nach zwei oder drei Tagen und einer letzten Waschung zerkleinere ich die Sprossen mechanisch:

 

Aus der Hälfte der Menge – es waren je 100 g Samen von beiden Sorten – mache ich das Pufferexperiment mit diesen Zutaten:

20190502_112100_red_E589

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Trotz der enthaltenen Stärke ist eigentlich klar, dass diese Masse nicht pufferfest wird oder doch? Zum Vergleich mache ich ab jetzt einen parallelen Ansatz mit einem Ei.

Ich kaufe nach Möglichkeit Bio-Produkte, damit wir möglichst wenig Pestizideinsatz und Tierleid fördern und statt dessen lieber Artenvielfalt und Insekten, denn die Biobauern tun etwas dafür…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Zu den beiden Ansätzen gebe ich einen TL Haferflocken und etwas Gewürz und zum rein pflanzlichen Ansatz (grüne Schale links) etwas Hafercreme und zur besseren Unterscheidung gekeimte Leinsamensprossen, die gerade vorhanden sind. Zum vegetarischen Ansatz (gelbe Schale rechts) gebe ich ein Ei.

Alles verrühren und braten:

 

Pflanzliche Puffer:

Das sind die rein pflanzlichen Puffer. Lecker goldbraun und wie erwartet leidlich fest, aber super knusprig. Lecker!

 

Puffer mit Ei:

Beim mischen und braten sehe ich zunächst keinen Unterschied. Dafür merke ich beim Wenden der Puffer und beim auf den Teller legen, wie fest sie durch das Ei geworden sind.

 

Das Foto unten zeigt beide Puffervarianten nebeneinander. Links der Puffer mit Ei, recht der rein pflanzliche mit den Leinsamen…

20190502_122443_red_E589

Fazit: Wenn ich feste Puffer haben möchte brauche ich noch mehr Bindung im veganen Ansatz.

 

Gegessen haben wir die Puffer dann so:

20190502_170823_red_E589.jpg

… die rein pflanzlichen zerbröselt mit Kürbis und Möhren…

 

20190504_170903_red_E589.jpg

und die vegetarischen mit Ei mit frischem gedämpftem Spargel, Kartoffeln und einem Sauce Hollandaise-Joghurtgemisch.

Fein wars und ich hoffe es hat euch gefallen und ihr experimentiert vielleicht auch mal in der Küche :)

Habt es fein und liebe Grüsse,

Jutta