Hurra, die Biokiste Kw 3 ist da!

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Heute kam meine erste Biokiste des Jahres 2020 (Kalenderwoche 3 = Kw 3).

Interessanterweise nennen manche Biobauern sie Biokiste oder Biobox und andere Ökobox. Es ist aber das Gleiche gemeint. Wichtig ist, dass sie Bioobst und -gemüse nach den strengeren, nachhaltigen und tierfreundlichen Bioland- und Demeter Bio-Siegeln für die Anzucht- und Haltungsbedingungen von Pflanzen und Tieren enthält. Ansonsten ist der Begriff Bio kaum geschützt und jeder kann sein eigenes Bio-Siegel definieren wie er oder sie mag. Darum hinterfragt ruhig mal die Standards der Bio-Siegel eurer Einkaufsquellen.

Beim Kauf von Bioobst und -gemüse sind die strengeren Bio-Siegel vielleicht nicht so entscheidend, wie bei der Tierhaltung. Hauptsache kein Schwermetall im Gemüse, eine nachhaltigere Landwirtschaft und keine Pestizide. Damit wir und die Insekten gesünder leben können. Beim Kauf von tierischen Produkten machen die strengeren Bio-Siegel aus Tierschutzgründen, Tierliebe und Respekt vor den uns ganz ähnlichen Lebewesen Sinn. Jungtiere dürfen zum Beispiel etwas länger nach der Geburt (ein bis drei Wochen statt einem bis drei Tage) bei ihren Müttern bleiben. Die Tiere können auch etwas natürlicher leben als in der Massentierhaltung und werden mit gutem Biofutter gefüttert.

Aber, bevor ich das Thema noch ganz wechsle, zurück zur heutigen Biokiste oder Ökobox.

Was habe ich diesmal alles aus dem Onlineangebot ausgewählt und bestellt? Es sind eine mittlere Obst- und Gemüsekiste und einige zusätzliche Produkte. Schaut mal hier:

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Ich habe schon einige Ideen, was ich damit zubereiten möchte…

  • Gemüsesuppe mit Ei, Nudeln und Curry im Ramen-Style
  • Ofengemüse
  • Orangen-Karotten oder Orangen-Clementinen-Marmelade
  • Schokopudding wie bei Muttern
  • Grüne Salate mit Rohkost (Möhren, Kohlrabi, Rettich)
  • Rettichbrote
  • Zaziki und Gemüsereis und Feta
  • Obstsalat

Ja, vielleicht wird es doch etwas anderes? Mal abwarten, es gibt oft spontan ein Gericht, auf das ich gerade so richtig Lust habe. Das macht dann ordentlich Spass. Das ist die schönste Art des Kochens für mich, spontan und in Ruhe…

Und für uns alle zur Freude kommt hier das ausgepackte Obst und Gemüse zum Begutachten:

 

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Das sind die zusätzlichen Lebensmittel:

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Und nochmal alles auf einen Blick:

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Jetzt heisst es abwarten, was es wirklich gibt…

Habt es alle fein und esst gesund mit genug Eiweiss und viel Gemüse…

Viele Grüsse von uns,

Jutta und Steve

Steve hält sich die Augen zu, weil schon wieder soviel (für ihn ungeniessbares) Obst und Gemüse dabei ist und kein Stückchen Huhn oder Thunfisch…

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DIY: Melonen-Kokos-Eiscreme

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Gut gefallen hat mir auch das aus der Biokiste selbstgemachte Melonen-Kokoseis.

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Man nehme für eine grosse Portion:

eine dicke Scheibe lieblich schmeckende Melone, 200 ml Kokoscreme und 3-4 EL Holunderblütensirup, Ceylon-Zimt, einen Pürierer und eine Eismaschine (oder tiefgefrorene kleine Melonenstücke, die der Pürierer noch zerkleinern kann)

Und so sah das dann in der Praxis Schritt-für-Schritt aus:

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Ich möchte noch etwas zum Thema Markennamen und Werbung schreiben. Ich mache hier keine Werbung für einzelne Produkte. Nehmt einfach die Produkte eurer Wahl und probiert damit ein leckeres Gericht zu machen. Es ist so vieles individuelle Geschmackssache. Ich zeige euch aber hier, mit welchen Produkten ich arbeite. Das ist auch für mich ein bebildertes Protokoll, nach dem ich später das Gericht wieder so zubereiten kann. Ich bin das jahrelang aus der Wissenschaft so gewohnt. Da ist Transparenz und Reproduzierbarkeit sehr wichtig.

Mein Blog hier ist privat und ich möchte auch keine „Influenzerin“ sein oder werden. Ich bin Wissenschaftlerin und experimentiere einfach gern. Und ich veröffentliche die Ergebnisse, die mir gefallen haben, um Anregungen zu geben, wie man rein pflanzlich wie hier oder auch bio-vegetarisch lecker essen kann. In anderen Ländern geht das doch auch. Ich kann die Massentierhaltung für möglichst billige Produkte und das damit verbundene Tierleid nicht ignorieren und möchte auch auf diese Weise dazu beitragen, dass es endlich weniger wird. Ich mache das aber nicht zwanghaft, sondern mit Freude am Neuen. Ich denke, so können wir etwas zum Guten verändern und dass wir selbst zum Erhalt unserer Erde beitragen müssen und nicht nur Politiker oder andere ist auch klar – finde ich.

Eine interessante Sendung zum Thema „Der Regenwald brennt – zerstört unser Konsum den Planeten? „maybrit illner“ am 29. August 2019″ habe ich gestern im Fernsehen gesehen. Es ging dabei auch um unser Essverhalten. Die Sendung wird in der Mediathek wiederholt. Mir hat sehr gefallen, was Ranga Yogeshwar und Nelson Müller dort gesagt haben. Ist ein guter Denkanstoss…

https://www.zdf.de/politik/maybrit-illner/der-regenwald-brennt-zerstoert-unser-konsum-den-planeten-sendung-vom-29-august-2019-100.html

In diesem Sinne, geniesst nachhaltig und lasst uns unseren blauen Planeten erhalten. Ein schönes Wochenende wünschen euch

Steve und Jutta

Bitte_nicht_stören

 

Sprossen, Puffer und ein Küchenexperiment

Aus Tierschutzgründen möchte ich kaum Fleisch essen und ersetze so oft wie möglich tierisches Eiweiss in einer Mahlzeit lecker durch pflanzliches Eiweiss. Besonders viel pflanzliches Eiweiss enthalten getrocknete Soja- und Süsslupinensamen, aber auch Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte. Und man kann sie gut zuhause lagern…

Um Hülsenfrüchte bekömmlicher zu machen, weiche ich sie über Nacht ein oder züchte 2-3 Tage Sprossen aus den Samen. Durch den Keimvorgang werden sie für uns leichter verdaulich.

Heute zeige ich euch ein kleines Küchenexperiment mit Lupinen- und Kichererbsensprossen, aus denen ich so einfach wie möglich leckere Puffer braten möchte.

 

Vorbereitungen, Sprossenzucht:

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Man nehme je 50 g Süsslupinensamen und 50 g getrocknete Kichererbsen (siehe Foto oben, hier sind es allerdings 2x 100 g). Ich weiche sie immer in 2-3x soviel abgekochtem und abgekühltem Leitungswasser über Nacht ein. Das sieht dann so aus:

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In den nächsten Tagen wasche ich ich die Keimlinge morgens und abends vorsichtig mit zimmertemperaturwarmem, abgekochtem Wasser. Es dürfen sich in diesem Zeitraum keine Bakterien, Pilze oder Fliegen darüber hermachen…

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Nach zwei oder drei Tagen und einer letzten Waschung zerkleinere ich die Sprossen mechanisch:

 

Aus der Hälfte der Menge – es waren je 100 g Samen von beiden Sorten – mache ich das Pufferexperiment mit diesen Zutaten:

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Trotz der enthaltenen Stärke ist eigentlich klar, dass diese Masse nicht pufferfest wird oder doch? Zum Vergleich mache ich ab jetzt einen parallelen Ansatz mit einem Ei.

Ich kaufe nach Möglichkeit Bio-Produkte, damit wir möglichst wenig Pestizideinsatz und Tierleid fördern und statt dessen lieber Artenvielfalt und Insekten, denn die Biobauern tun etwas dafür…

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Zu den beiden Ansätzen gebe ich einen TL Haferflocken und etwas Gewürz und zum rein pflanzlichen Ansatz (grüne Schale links) etwas Hafercreme und zur besseren Unterscheidung gekeimte Leinsamensprossen, die gerade vorhanden sind. Zum vegetarischen Ansatz (gelbe Schale rechts) gebe ich ein Ei.

Alles verrühren und braten:

 

Pflanzliche Puffer:

Das sind die rein pflanzlichen Puffer. Lecker goldbraun und wie erwartet leidlich fest, aber super knusprig. Lecker!

 

Puffer mit Ei:

Beim mischen und braten sehe ich zunächst keinen Unterschied. Dafür merke ich beim Wenden der Puffer und beim auf den Teller legen, wie fest sie durch das Ei geworden sind.

 

Das Foto unten zeigt beide Puffervarianten nebeneinander. Links der Puffer mit Ei, recht der rein pflanzliche mit den Leinsamen…

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Fazit: Wenn ich feste Puffer haben möchte brauche ich noch mehr Bindung im veganen Ansatz.

 

Gegessen haben wir die Puffer dann so:

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… die rein pflanzlichen zerbröselt mit Kürbis und Möhren…

 

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und die vegetarischen mit Ei mit frischem gedämpftem Spargel, Kartoffeln und einem Sauce Hollandaise-Joghurtgemisch.

Fein wars und ich hoffe es hat euch gefallen und ihr experimentiert vielleicht auch mal in der Küche :)

Habt es fein und liebe Grüsse,

Jutta

Geburtstagsessen

Heute feiert Jane Goodall ihren 85sten Geburtstag.

Ein Hoch auf Jane Goodall und ihre Schimpansenforschung. Sie hat viel für diese Menschenaffen getan und erreicht.

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Das sind übrigens Katche und Sophie im Karlsruher Zoo …

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und dies ist der ca. 51 jährige Benny.

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Hier gab es heute auch ein Geburtstagsessen und zwar ein ganz einfaches. Schaut mal hier:

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Flammkuchen mit Oliven, Peperoni, frischem Knoblauch und Schafskäse und

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und als Nachtisch Tiramisutorte und Apfelkuchen – „aber bitte mit Sahne…“

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mit einem schwarzen Tee (English Breakfast Tea) und einem Mini Vanilleeis, denn wir waren in einer Eisdiele :)

Herzlichen Glückwunsch an alle Geburtstagskinder des Tages und habt es alle fein.

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Fastenzeit 2019: Verzicht auf Süsses und auf Fleisch

Der Karneval/Fasching ist vorbei und nun beginnt die Fastenzeit.

In den letzten Jahren gab es bei uns in der Fastenzeit die „Säure-Basen-Diät“, den Verzicht auf säurehaltige Speisen, bzw. eine eher basenreiche Ernährung.

Schaut mal hier: Basenreiche Ernährung

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Diesmal kam mir der Gedanke, vielleicht lässt sich das Gleiche viel einfacher gestalten, wenn man in der Fastenzeit auf Süsses und auf Fleisch verzichtet. Fleisch und Süsses wird im Körper sauer verstoffwechselt und bei der Säure-Basendiät wird das innerhalb einer Mahlzeit durch viel basisches Gemüse oder entsprechendes Obst ausgeglichen. Dafür schlage ich dann aber jedes Mal in Lebensmitteltabellen nach, was ich essen darf, bzw. was ich wie kombinieren muss, um Säure-Basen-neutral zu bleiben.

Fleisch und Süsses können wir alle im Prinzip doch viel leichter erkennen und direkt schmecken, wenn wir mal bewusst darauf achten. Daher verzichte ich dieses Jahr in der Fastenzeit auf Süsses und auf Fleisch. Letzteres reduziere ich sowieso im Alltag aus Tierliebe so viel wie ich kann.

Und worauf verzichtet ihr in der Fastenzeit 2019?

 

Hurra, zwei Biokisten sind da

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Um ein paar Vitamine zu tanken habe ich diesmal zwei Biokisten bestellt. Einmal eine Obst-Biokiste und einmal eine Schonkost-Biokiste. Toll sah das auf dem Tisch verteilt aus. Was für eine Farbenpracht. Und mit Sonne noch viel leuchtender. Schaut mal hier:

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Als Eiweissquellen habe ich Lupinengeschnetzeltes, Tofu natur und 10 Eier aus Bruderhaltung mitbestellt. Kennt ihr die?

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Mir hat Kristina davon berichtet. Man zahlt ein paar cent mehr und dafür werden die männlichen Küken nicht geschreddert. Sie „dürfen“ wie ihre weiblichen Geschwister hier auf einem Demeter Hof aufwachsen und das ist sicher nicht das schlechteste (kurze) Leben.

Hier noch die Übersicht über den Inhalt der beiden Biokisten. Was habe ich damit wohl alles vor?

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Habt einen schönen Sonntag und bis bald.

Viele Grüsse,

Jutta

PS Wenn euch die Biokisten interessieren schaut doch bitte mal hier beim kleinen Küchenjungen Steve vorbei. Er berichtet, warum wir regionale Biokisten bestellen:

https://felinosteve.wordpress.com/2019/02/16/es-gibt-sie-noch-die-fleissigen-bienen/

 

Feldsalat mit Kohlrabi-Carpaccio und Sojastreifen in BBQ-Sauce

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Das erste Essen aus der ÖkoBox ist prinzipiell vegan. Es ist ein Salat mit feinen Kohlrabischeiben und Feldsalat in Öl-Zitrone Dressing, getrockneten Tomaten, Kürbiskernen und warmen Sojastreifen in Barbeque-Sauce.

Hier kommt die Fototafel mit der Zubereitung:

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Lecker war es, diese Kombination von Feldsalat mit Kohlrabi und dem würzigen BBQ-Soja. Geschmacklich erinnern mich diese Sojastreifen an Hähnchenfleisch und auch in Bezug auf den Eiweißgehalt ist das hier für mich eine echte tierleidfreie Fleischalternative, z.B. auf einem Salat wie hier oder in einem Burger.

Das getrocknete Pulled Soja enthält 43 g Eiweiß/100 g. Es saugt ca. 2x so viel gewürzte Flüssigkeit auf und enthält dann ca. 14,3 g Eiweiß/100 g.

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Zutaten: Feldsalat, Kohlrabi, Kürbiskerne, getrocknete Tomaten in Öl, rote Zwiebel, Zitrone und Olivenöl, Pulled Soja von Fa. Veganz, Würzmischung Texas Chicken für Geflügel von Fa. Ankerkraut, Barbecue Sauce von Fa. Heinz

Chinakohl Quiche mit Seidentofu und Kapern

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Mit dem Chinakohl und dem Kohlrabi aus der Ökobox Schmälzle habe ich auch eine leckere Quiche mit Kapern zubereitet. Sie enthält außerdem noch folgende …

Zutaten: Chinakohl, Kartoffeln, Kohlrabi, rote Zwiebel, Seidentofu, pflanzliche Margarine, Dinkelmehl, Grünkernschrot, Polenta, Gartenkräuter, Kapern, Olivenöl, Muskatnuss, Kurkuma, Salz …

und das wurde von mir so zubereitet:

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Quiches mit Seidentofu gehören zu meinen Lieblingsgerichten und sind eine vollwertige Alternative zu vegetarischen Quiches mit Tierprodukten. Ich vermisse bei dieser veganen Quiche nichts und und habe das gute Gefühl, dass für dieses Essen kein Tier hat leiden müssen.

Rein vegan ist es allerdings nur, wenn auch vegan auf den Produkten steht. Ansonsten weiss man als Verbraucher nicht, ob tierische Membranen zum Filtern von Bestandteilen oder ähnliches verwendet wurde.

Habt es fein und liebe Grüße …

Pflanzenpower im September und das Räuberschnecken-Beutepflanzen-Prinzip

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Im September gibt es einige Pflanzenpower bei mir (Sesam, blaue Süßlupinen und Grünkohl, siehe Beitrag hier, ganz unten) zu sehen, aber nicht nur die, sondern auch deren (Mit)esser, wie zum Beispiel Nacktschnecken.

Und hier kommt das Räuber-Beute-Prinzip ins Spiel. In meinem Fall sind die Grünpflanzen die Beute und die Nacktschnecken die hungrigen „Räuber“. Es geht lediglich um Mundraub, der uns Menschen und den Pflanzen aber gar nicht gefällt. Darum bezeichnen wir solche Nacktschnecken auch als „Schädlinge“.

Und nun zum Prinzip: Bei der Pflanzenaufzucht steigt die Nahrungsmenge für die Räuber(-schnecken) und dadurch die Zahl der Räuber. Werden die Beutepflanzen zu stark dezimiert, sterben viele Räuber vor Hunger bis wieder ein (vorübergehendes) Gleichgewicht zwischen beiden erreicht ist. Durch weniger Räuberschnecken kann der Bestand der Beutepflanzen dann wieder steigen. Seitdem ich das selbst erfahren habe ist mein Respekt vor den Biobauern gestiegen, weil sie diese Schädlinge biologisch verträglich in den Griff bekommen (müssen). Das scheint mir nicht einfach zu sein und es kostet Zeit.

Schaut doch mal hier:

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/gartentipps/00546.html

Mit Bohnenkaffee gegen Schneckenfraß – Oft wirkt die Kombination mehrerer Methoden am besten. Schnecken brauchen viel Feuchtigkeit – Trockenheit ist deshalb ihr größter Feind.

Nun wieder zu meinen Schnecken. Gestern fand ich eine lebende Nacktschnecke am Fußboden in meinem Zimmer, wo einige meiner Zöglinge stehen. Weil es dort zu trocken für die Schnecke ist bekam sie etwas Wasser und ein Basilikumblatt als erste Hilfe. Die Nacht mußte sie dann in Untersuchungshaft verbringen in einem spontan errichteten Wasser-Schloss, d.h. mit einem ausbruchssicheren Wassergraben drumherum (siehe Diashow). Heute Mittag, wenn es draußen wärmer ist wird Schnecki am nächsten Baum ausgesetzt. Ich hoffe, dass der Baum das überlebt und die umliegenden Pflanzen auch.

 

Und hier sind meine Powerpflanzen im September

1. Sesam(sprossen) und ein paar Erdbeerpflanzenableger

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2. Blaue Süß-Lupinensprossen und Karottengrün aus Möhrenresten unter einer Haube

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und 3. Grünkohlpflanzen – einige sind inzwischen im Garten eingesetzt.

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Aktueller Fipronil-Eier-Skandal: Bewährte pflanzliche Alternativen für Eier

1. Bewährte pflanzliche Alternativen für Eier

Eier können in Rezepten verschiedene Funktionen haben (z.B. als Bindemittel in herzhaften Gerichten wie Puffer, als Triebmittel in einem luftig lockeren Teig, für Feuchtigkeit in knusprigen Keksen). Für diese Funktionen und auch für verschiedene Geschmacksrichtungen gibt es bewährte Alternativen:

Bindemittel – Alternativen: Maisstärke, Seidentofu

Triebmittel – Alternativen: milder Essig und Backnatron oder Seidentofu

Feuchtigkeit – Alternativen: Pflanzenmilch, Frucht- (z.B. Apfelmus) oder Gemüsepüree (z.B. Kürbismus)

Eiweiß – Alternative: Ei-Ersatz aus dem Reformhaus, Lupinenmehl oder andere eiweißreiche Mehle (auch Samen- und Nussmehle)

Rührei oder hartgekochtes Ei – Die Alternative ist fester Tofu

(aus: Vegan kochen – So klappt die Umstellung. Celine Stehen und Joni Marie Newman, Dorling Kindersley Verlag, München, 2012)

 

2. Damit schmeckt es nach Ei

z.B. Kurkumapulver, Seidentofu, weißes Mandelmus oder Kichererbsenmehl …

(aus: Wurst & Käse vegan selbst gemacht. Hildegard Möller (Text) und Melanie Zanin (Bilder), http://www.gu.de, München, 2016)

 

3. Tierschutz

Bitte nutzt den Lebensmittelskandal zum Tierschutz, indem ihr jetzt und in Zukunft häufiger Eier durch diese wunderbaren pflanzlichen Komponenten ersetzt. Wenn wir alle weniger oder keine Eier essen beeinflussen wir damit auch die Industrie in Richtung pflanzliche Ei-Alternativen. Und lasst es euch dabei auch noch gut pflanzlich schmecken.

Einen schönen Sonntag euch allen :)