Pflanzenpower: Rucola aus dem Balkonkasten

Salate mögen wir doch am liebsten frisch und knackig. Was liegt da näher, als sie auf dem Balkon selbst zu ziehen? Besonders lohnend finde ich es solche Pflanzen zu ziehen, die etwas teurer sind als andere und von denen ich gar nicht so viel auf einmal esse, wie zum Beispiel Rucola. Dann lohnt sich das „urban gardening“ doppelt, findet ihr nicht auch?

20180419_rucola_essen589-com_Folie3

Auf dem Foto seht ihr schon meine Rucolapflanzen und den Küchenjungen Felino-Steve bei der Mittagspause.

Ich mache auch gern „vertical gardening“, weil es so schön platzsparend und effektiv ist und das sieht dann so aus:

20180419_rucola_essen589-com_4

Siehe hierzu auch: Vertikale Landwirtschaft oder vertical farming (https://de.wikipedia.org/wiki/Vertical_Farming)

Zurück zum Rucola.

Laut Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Rucola) gibt es im Wesentlichen zwei bis drei verschiedene Rucola-Arten.

Diese hier stammt von der Firma BioSnacky und ist eine Keimsaat aus kontrolliert biologischem Anbau. Es sind Samen der Garten-Senfrauke Eruca sativa.

„Diese Rucola-Art (Eruca sativa) stammt aus dem Mittelmeer. Sie bevorzugt nährstoffreichen Sand- oder Lehmbodenraum. … Sie wurde schon in römischer Zeit im Mittelmeerraum gegessen und galt sogar als Aphrodisiakum. … Für die Nutzung als Salatpflanze (Rucola) werden die grundständigen Blätter vor Austrieb des Stängels geerntet. … In der traditionellen Volksheilkunde gilt die Garten-Senfrauke als appetitanregend und harntreibend. … Die Samen dienten und dienen auch heute noch der Ölgewinnung.“ Aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Garten-Senfrauke

Und hier sind sie nun nochmal von der Sprosse bis zur Pflanze:

20180419_rucola_essen589-com_4x

So habe ich immer ein paar leicht scharfe Rucolablätter für einen frischen Salat. Aufpassen muss ich nur, wenn die Schnecken kommen. Die fressen fast alles…

Curcuma-Tofu mit Champignons, Wirsing und Meeresspaghetti

Heute gibt es hier ein experimentelles Essen aus der Ökokiste. Ich hatte mir im Bioladen Meeresspaghetti zum Ausprobieren gekauft und wollte sie nun in einem warm-kalt gemischten saisonalen Salat essen. Dazu habe ich als erstes einige geeignete Zutaten zurechtgelegt, um dann spontan auszuwählen, was ich verwende.

Folie3

Hier seht ihr auch die in Wasser und Kräutererde nachgewachsenen Enden der Roten Bete und des Selleries. Dazu habe ich recherchiert, ob ich sie roh oder gekocht verzehren kann und folgendes habe ich im Internet gefunden.

Stiele und Blätter der Roten Bete sind essbar und reich an Betacarotin. Die Blätter können roh oder gekocht als Salat gegessen, zu Suppen und Saucen verwertet oder wie Spinat gekocht werden. Die Rote Bete Blätter haben einen kräftigen Geschmack und eignen sich gut als appetitanregende Vorspeise. Vor der Zubereitung in Wasser einweichen und abbürsten …

Die Blätter von Knollensellerie enthalten besonders viel Calcium, Kalium und Vitamin C. Sie eignen sich sehr gut als Gemüse, aber auch frisch oder getrocknet zum Würzen von Suppen, Eintöpfen, Soßen, Salaten und Fisch. Auch mit Salz und Öl zu einer „Gewürz-Pesto“ verarbeitet, finden sie Verwendung. Ebenso werden gerebelte Sellerieblätter auch zur Herstellung von Kräutersalz verwendet. Einfach die trockenen Blätter mit groben Meersalz in einer Kaffeemühle fein zermahlen. Dieses kann zum Salzen und Abschmecken von Suppen und Eintöpfen oder Salatdressings sowie Kartoffelsalat genutzt werden. Selbstverständlich können dem Sellerie-Salz noch andere Komponenten, wie z.B. getrocknete Kräuter, Chili, Curry oder Pfeffer zugefügt werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.“

Aus: http://www.gartenzeitung.com/gartenpraxis/gartenwissen/gemueseblaetter/

Zubereitung : Die meisten Rote-Bete-Blätter, auch Randenblätter genannt, habe ich in cirka vier Zentimeter lange Streifen geschnitten. Dann Zwiebeln, Zwiebelgrün und Pilze in einer Pfanne angeschwitzt.

20180308_ASSalat_essen589-com_2er

Zutaten: Curcuma-Tofu, rote Linsen Spirelli, rote Zwiebel, Champignons, einige Meeresspaghetti, Wirsing, rote Beete Blätter, Sellerieblätter, Gemüsebrühe, Rapsöl, Ruccola, Schnittlauch und Sonnenblumenkerne

Mit den Algen-Spaghetti sollte man sparsam umgehen, d.h. wegen des Jodgehaltes nur maximal 1 g getrocknete Algen am Tag essen.

Hier kommt die Fotostrecke mit meiner Zubereitung:

20180308_ASSalat_essen589-com_9x

Und so wurde serviert und dekoriert:

20180308_ASSalat_essen589-com_6

Pflanzenpower im März: Überwinterungskünstler Grünkohl Palme

Als Palme des Nordens, so kenne ich den Grünkohl aus meiner Kindheit in Norddeutschland und nun wächst sie bei mir im Garten: …

20180314_grünkohl_essen589-com_2

Seit ca. 2 Jahren kann ich Grünkohl auch in Süddeutschland frisch per Biokiste einkaufen. Inzwischen habe ich auch erfahren, dass wir ihn sowohl roh als auch gegart verzehren können. Seitdem ist er mir noch viel lieber und als er bei der ZG als kleine Pflanze angeboten wurden ich habe gleich 6 davon gekauft. Zwei wurden in den Garten ausgepflanzt und vier blieben in ihren Töpfen, im Herbst draußen und im Winter drinnen. Sie hatten keine optimalen Bedingungen, weil ich sie nicht in größere Töpfe umgepflanzt habe. Eigentlich wollte ich ständig frische Blätter ernten. Aber so einfach war das nicht. …

2017092x_3xpflanzenpower_essen589-com_3c.jpg

Die Ausbeute an Grünkohlblättern war niedriger, als erhofft. Dieses Gericht mit einigen Blättern von ihnen habe ich zubereitet und am 02.11.2017 hier im Blog gepostet:

20171028_muskatgrc3bcnkohl_essen589-com_1

Die Pflanzen wachsen bei mir nicht und zwei davon sind leider auch inzwischen verstorben. Aber schaut mal hier, das kleine Prachtexemplar, das zusammen mit einer anderen Grünkohlpflanze sogar minus 12 Grad diesen Winter überlebt hat:

20180314_grünkohl_essen589-com_1

Weil mich diese kleinen Grünkohlpflanzen durch ihre Pflanzenpower so sehr beeindruckt haben zeige ich sie euch im März als echte Überwinterungskünstler.

Noch einiges Wissenswerte über die Pflanzen aus dem Internet:

Grünkohl enthält reichlich  Vitamin C (100 Milligramm Vitamin C auf 100 Gramm), A und K, viele wertvolle Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen und jede Menge Ballaststoffe. Er liefert hochwertiges Eiweiß (4 g Eiweiß je 100 g) und ist mit ca. 40 kcal pro 100 g sehr kalorienarm. Hinzu kommen die wertvollen sekundären Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Senfölglykoside und Carotinoide.

Aus: https://www.essen-und-trinken.de/gruenkohl/84917-rtkl-gruenkohl-wissenswertes-und-warenkunde